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Guest • vor 3 Jahre
Rainer Berbalk • vor 3 Jahre

Nicht die Politik, sondern die Arbeitgeber als Ganzes selbst werden es sein, die bei der jetzigen Vorgehensweise vorgeben, wen sie einstellen - nun ja - müssen - oder nicht. Wenn einerseits Fachkräftemangel herrscht und andererseits Millionen Menschen arbeitslos sind, stellt sich doch die Frage, wieso werden diese nicht umgeschult, ausgebildet und für den Arbeitsmarkt fit gemacht. Und zwar zielgerichtet für die Aufgaben in den Betrieben, für die sie gebraucht werden und nicht über irgendwelche Standardmaßnahmen der Arbeitsagenturen. Mit jedem Flüchtlingsstrom darauf zu hoffen, dass die richtigen Fachkräfte in genügender Menge mitkommen, wird nicht reichen.

NetFiddler • vor 3 Jahre

Zu:"Ehemalige Verfassungsrichter dürfen sich einmischen - aber nicht in alle"

Sehr geehrter Janisch,

für die Bürger dieses Landes sind die Richter des BVG das letzte Bollwerk gegen überbordenen Regulierungs- und Überwachungswahn unserer Regierungen. Bevor sie sich also anmaßen, einen Ex-Richter des BVG zu kritisieren, sollten Sie vielleicht in sich gehen und überlegen, ob die von Herrn Papier geübte Kritik nicht berechtigt ist. Schon allein deshalb, weil Herr Papier nicht der einzige Rechtsexperte ist, der den aktuellen Kurs unserer Regierung für rechtlich bedenklich hält.
Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass, hätte Herr Papier sich laut in Ihrem Sinne geäußert, es sonst keine Kritik an seinen Äusserungen geben würde.MfG
Netfiddler

NetFiddler • vor 3 Jahre

Heute sah ich die Meldung bei einer anderen Zeitung, dass es zwar für Angestellte keine Ausnahme geben soll, aber für Praktikanten gilt das nicht.
Was stimmt denn nun?
Egal. Ich bleibe dabei. Der Mindestlohn ist der Mindest-Lohn. Und davon gibt es keine Ausnahme. Sonst sind wir ganz schnell wieder bei den Ausbeuterbedingungen aus den Jahren davor. Natürlich gibt es Unternehmer, die sich damit nicht abfinden wollen. Die bohren und wühlen weiter und schicken ihre Lobbyisten den Politikern auf den Hals. D.h. wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann sind ja vor allem CDU Politiker häufig beides. Politiker und Lobbyisten.
Und auch dabei bleibe ich. Keine Arbeit für FLÜCHTLINGE. Für anerkannte Asylanten mit langfistiger Bleibepersketive ist das in Ordnung. Aber einfach jedem Wirtschaftsmigranten eine Arbeitserlaubnis in die Hand zu drücken, das lockt nur noch mehr von denen an.
Abgesehen davon, das wir angesichts des Zustroms legaler Arbeitssuchender aus den EU-Mitgliedsstaaten wirklich keinen Bedarf für Arbeitskräfte von ausserhalb der EU haben.

max2411 • vor 3 Jahre

keine ausnahmen: illegale einwanderer sind die deppen
ausnahmen: deutsche geringverdiener sind die deppen
in beiden faellen werden hundertausende zusaetzlich vom deutschen sozialtopf leben.
daher egal ob ausnahme oder nicht, der steuerzahler ist auf jeden fall der depp.

juergen12 • vor 3 Jahre

Man sollte jede Regelung vermeiden, die Konkurenz zu Geringverdienern verschärft.

holyowly • vor 3 Jahre

Zu spät. Alleine die schiere Anzahl von Mitbewerbern wird den 'Preis' drücken und den Kampf um die Arbeit verstärken.

Zu wenig Arbeit für zu viele Leute hat immer solche Folgen.

Nach dem Krieg war das anders. Da gab es viel Arbeit und wenig Leute die sie tun konnten. Deshalb hat es damals geklappt und wird es heute nicht klappen.

Peter.1949 • vor 3 Jahre

Bitte das Rechnen nicht vergessen. Von 1 Million werden letztlich max. 500.000 bleiben.
Aber rechnen wir mal unrealistisch, das heißt ungünstig für den Arbeitsmarkt. Nehmen wir die volle Million, besonders im Hinblick darauf, das ja noch weitere Flüchtlinge kommen:
Von dieser werden, abzüglich Kindern, Jugendlichen und Frauen (Müttern), abzüglich Alte, Kranke und Kriegsverletzten, höchsten 300.000 bis 400.000 in den Arbeitsmarkt drängen. Ist das viel? Wir haben 43 Millionen Erwerbstätige, demgemäß im Laufe der nächsten 3 Jahre allerhöchsten 1% Arbeitskräfte mehr. Wie gesagt, verteilt auf mehrere Jahre. Zudem muss man berücksichtigen, das sich einige von diesen auch selbstständig machen werden, als Gemüsehändler, Restaurant-Betreiber oder was auch immer. Die schaffen dann selbst wiederum Arbeitsplätze. Wie sogar auch die bloße Anwesenheit von Konsumenten ja Nachfrage und Arbeitsplätze schafft, auch für Deutsche. Das Gleichgewicht des Arbeitsmarktes wird wohl kaum gestört werden, auch wenn wir da jetzt etwas mehr als bisher fremde Gesichter sehen werden. Wir haben ja bereits einen Migranten-Anteil von 20%, d.h. 16 Millionen Bewohner mit Migrationshintergrund.

Ihren vorstehenden Text
"Zu spät. Alleine die schiere Anzahl von Mitbewerbern wird den 'Preis' drücken und den Kampf um die Arbeit verstärken."
würde ich aber zur Wiederverwendung aufheben. Wenn sich weltweit Klima-, Kriegs- und Hunger-Flüchtlinge erst richtig in Bewegung gesetzt haben (man rechnet mit mehreren hundert Millionen), können Sie den auch mathematisch begründen.

NetFiddler • vor 3 Jahre

Wenn das mal so wäre. Der Bedarf den Frau Süßmuth mal berechnet hatte sprach von 300000 bis 500000 zusätzlichen FACHKRÄFTEN für unsere Wurtschaft pro Jahr. Unter den FLÜCHTLINGEN sind Fachkräfte eher selten.
Unter den 500000 Migranten, die ihrer Ansicht nach bleiben werden, werden nach den Prognosen von Wirtschaftsinstituten nach drei Jahren immer noch die Hälfte arbeitslos sein und nach fünf Jahren immer noch ein Viertel. Analphabeten und Arbeitskräfte über 50 Jahre, solche ohne verwertbare berufliche Qualifikation werden allenfalls (wenn überhaupt) im Niedriglohnsektor eine Chance haben.
Dort gibt es aber zum einen keinerlei Mangel an Arbeitskräften und zum anderen sind diese Erwerbstätigkeiten nicht nachhaltig. D.h., da auch dauerhaft Beschäftigte keine ausreichende Anwartschaft auf Rente aufbauen können liegen diese als Empfänger von Grundsicherung uns Steuerzahlern auf der Tasche.

Schönwetterfrosch • vor 3 Jahre

worauf basieren ihre behauptungen? gibt es dazu belastbare untersuchungen, die nicht von russischen lügenmedien stammen?

kayef • vor 3 Jahre

Die Wertschätzung für geleistete Arbeit scheint bei der albernen Diskussion um gerade mal 8,50 € bei Politik und Unternehmen nicht sehr hoch zu sein. Ganz im Gegensatz zu der Steuer, die der Staat darauf erhebt.

Wolfgang Wurtz • vor 3 Jahre

Wer ein Geschäftsmodell hat, bei welchem er nicht einmal 8,50 € zahlen kann, der soll sich heimgeigen lassen.

Rainer Berbalk • vor 3 Jahre

Die Frage ist doch genau anders herum zu stellen. Es ist absolut nichts dagegen einzuwenden, auch Flüchtlingen von ersten Tag an den Mindestlohn zu zahlen. Allerdings sollten auch Langzeitarbeitslose diesen ab dem ersten Tag bekommen. Ansonsten passiert nämlich genau das, was angeblich vermieden werden soll, das Ausspielen verschiedener Gruppen, die auf Arbeitssuche sind. Nur dass so herum den Flüchtlingen der Druck gemacht wird, da es billiger ist, H-IV-Bezieher einzustellen.

Ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass ALLE Kosten der Arbeitslosigkeit, egal ob durch Flüchtlinge oder anderen Bevölkerungsgruppen, der Unternehmerseite aufgedrückt gehören. Zur Begründung: Die Arbeitgeber betreiben - in Zusammenarbeit mit der offenbar politisch beabsichtigten hohen Arbeitslosigkeit - seit Jahrzehnten bei den Arbeitskräften Rosinenpickerei. Und wenn bei mehreren Millionen Arbeitslosen dann der Zuzug von Fachkräften gefordert wird, stellt sich die Frage, glauben die Unternehmer denn, dass die Fachkräfte auf Bäumen wachsen? Wie wär's, erst mal das vorhandene Humankapital auszubilden?!? Und da immer noch der Grundsatz "Eigentum verpflichtet" gilt, sollte es so aussehen, dass die Kosten der Arbeitslosigkeit aus den üppigen Gewinnen der Unternehmer gezahlt gehören, die ohne Rücksicht auf jegliche Menschlichkeit rationalisieren. Ausdrücklich nicht an den Kosten beteiligt werden sollten Unternehmer, die es gerade so schaffen, eine schwarze Null oder sogar Verlust zu schreiben. Diese Unternehmer tun im ihnen möglichen Umfang, was möglich ist. Langfristig würde das immerhin bedeuten, dass die Arbeitslosigkeit zurück geht, da die Unternehmer die Arbeitskräfte, die sie in irgendeiner Weise ohnehin bezahlen, auch in Anspruch nehmen. Diese Arbeitskräfte haben dann eine höhere Kaufkraft, die wiederum allen Betrieben von Nutzen ist. Und in Zeiten der Vollbeschäftigung ist es dann auch legitim, sich um Gewinnmaximierung zu kümmern.

Hierzu ist auch zu überlegen, ob die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens auf niedrigem Niveau dem Staat letzten Endes billiger kommt, als ständig mehrere Millionen Einzelfälle zu bearbeiten.

Thomas Winter • vor 3 Jahre

Für Sie sind Arbeitgeber wohl ausschließlich Großkonzerne!
Und Sie waren vermutlich auch noch nie selbstständig (Betonung liegt auf selbst und ständig).
Und Sie haben demzufolge wohl auch noch nicht die Riesengewinne abgeschöpft.Ich darf Ihnen etwas verraten-wir als kleine Mittelständler auch nicht.
Dafür arbeiten wir überdurchschnittlich viel, können uns keine Krankheit leisten,arbeiten oft weit über die Altergrenze hinaus,tragen das komplette Risiko und die Verantwortung für unsere Mitarbeiter.
Jedem steht es frei,mit viel Fleiß auch ein solcher Bonzen Arbeitgeber zu werden um dann freudig "alle " Kosten der Arbeitslosigkeit und gerne auch der Integration zu schultern.
Mein Tip-einfach mal in die Selbstständigkeit gehen-dann wird der Saulus zum Paulus.

Rainer Berbalk • vor 3 Jahre

Es scheint, dass Sie mein Statement möglicherweise nicht so verstanden haben, wie es gemeint ist. Von den Zahlungen für die Arbeitslosigkeit sollen eben gerade die Unternehmen und Unternehmer, die selbst noch arbeiten müssen, um so über die Runden zu kommen, ausgenommen werden. Im Übrigen habe ich von Arbeitslosigkeit über Vorstandsmitgliedschaft und abhängiger Beschäftigung bereits alles durch - und nicht nur mal eben kurz. Dass die Kosten für z. B. private Krankenversicherung u. ä. vom Gewinn abzuziehen sind, ist für mich auch klar.

Irelandfriend • vor 3 Jahre

Sie haben aber sicher schonmal ausgerechnet, wieviel 8,50 x 160 (durchschnittliche Arbeitsstunden pro Monat bei Vollzeitbeschäftigung) an BRUTTO-Lohn ist??? 1.360 Euro - Brutto wohlgemerkt!
Nicht gerade viel, oder???

Rainer Berbalk • vor 3 Jahre

Genau da setzt meine Idee auch an: Die ca 1360 Euro Brutto sind netto i. d. R. so um die 1000 Euro. Das ist auch in etwa der Betrag, den eine zweiköpfige Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaft monatlich in etwa hat, incl. Kosten der Unterkunft. (Und ja, das muss man so sehen, weil Familien oder auch sonst zusammen lebende Personen eben als eine Einheit -> Bedarfsgemeinschaft angesehen werden.)
So ist also festzustellen, dass jeder Einzelne in irgendeiner Weise ein gewisses Recht auf - grob geschätzt 500 bis 600 Euro hat. Und wenn dieser Betrag einheitlich jedem Einzelnen ohne großen Verwaltungsaufwand und bedingungslos aus einer Kasse ausgezahlt wird, dann können wir uns auch über Stundenlöhne von drei, vier, fünf Euro unterhalten, denn die gibt's dann aufs Grundeinkommen oben drauf und nicht statt dessen.

Guest • vor 3 Jahre
Schönwetterfrosch • vor 3 Jahre

zum glück versuchen die meisten parteien hier noch, sich den anschein zu geben, dass wir hier eine soziale marktwirtschaft haben, die nicht jede form der gnadenlosen ausbeutung zulässt.

Irelandfriend • vor 3 Jahre

Haben Sie schonmal ausgerechnet, wie viel BRUTTO-Lohn jemand bekommt, mit dem Mindestlohn und Vollzeitbeschäftigung??? Bei einer durchschnittlichen Monats-Arbeitszeit von 160 Stunden ergibt das 1360 Euro BRUTTO! Finden Sie das viel?

Außerdem ist Ihre "Formel" nicht richtig. Die Vertragsfreiheit hört bei Tarifverträgen auf und hört auch da auf, wo gesetzliche Vorschriften verletzt werden - Beispiel Urlaub.
Also hören Sie auf mit "Marktwirtschaft" - Die hat in den letzten Jahren / Jahrzehnten schon genügend Unheil angerichtet und vor allem einige wenige reich gemacht und die Masse arm.

NetFiddler • vor 3 Jahre

bdxc hat vermutlich noch nie von so einem Gehalt leben müssen. Vom Ernähren einer Familie mit schulpflichtigen Kindern ganz zu schweigen.
Unternehmer mit einer Einstellung, wie bdxc sie vertritt, wären allein ein guter Grund Flüchtlingen, Asylanten und Wirtschaftsmigranten grundsätzlich jede berufliche Tätigkeit in Deutschland zu verbieten. Sonst klafft die Schere zwischen arm und reich nur immer weiter auf und nach 2017 verhandeln dann Frauke Petry und Marine LePen darüber, wie mit den Resten der EU umgegangen werden soll.
Ich gibt sicherlich effektivere Wege, als den von bdxc, um den inneren Frieden in diesem Land zu torpedieren. Aber nicht viele.

holladws • vor 3 Jahre

So ein Radikalkapitalismus vertritt noch nicht einmal die FDP.
Y ist übrigens ein Mensch.

Peter.1949 • vor 3 Jahre

Bei bdxc brauchen Sie Humor. Wie heißt es: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Merkwuerden911 • vor 3 Jahre

Oder man nennt es Schaffung einer Erpressungsbasis wenn der Arbeitgeberverband 500.000 Flüchtlinge jährlich fordert, weil angeblich unser Arbeitsmarkt Arbeitskräfte braucht, in Wirklichkeit aber nur Leute gebraucht werden, die noch billiger arbeiten als die Menschen, die das Arbeitsamt zum Mindestlohn schickt!

Merke: Auch einen sog. Facharbeitermangel meldet ein Arbeitgeber nicht dann, wenn es keinen Bewerber gibt, sondern dann, wenn es weniger als SIEBEN Bewerber für eine Stelle gibt!

Floeger • vor 3 Jahre

Sorry, aber das ist Quatsch. Du solltest Dich mal -. so objektiv wie möglich - mit der Machtfrage auseinandersetzen.

Guest • vor 3 Jahre
Merkwuerden911 • vor 3 Jahre

Wenn Sie natürlich versucht haben Leerbücher zu lesen, ist es kein Wunder, dass Sie der Leere des Kapitalismus hinterherhecheln, nur weil Sie sich vom bunten Umschlag blenden lassen.
Traurig ist es aber, dass Sie das auch noch sehr gut finden, Selbstkritik ist eben auch eine seltene Kunst!

Altmannshofer1 • vor 3 Jahre

Die Machtfrage: X hat eine Arbeit die Y niemals freiwillig und schon gar nicht für wenig Geld machen würde, aber Y hat eine Wohnung, zwei Kinder etc. zu bezahlen. X ist zudem einer , Y sind sehr viele, aus denen X sich den dümmsten raussuchen kann. Also muss Y seine Arbeit weit unter Wert anbieten, wenn er Arbeit will. Weil es diese grobe Ungleich Verteilung der Macht gibt, haben wir Z, den von Ihnen so verhassten Staat, der einerseits dafür sorgt, das X seine Macht nicht all zu sehr gegen Y ausnutzt und Hungerlöhne zahlt im Gegenzug aber auch verhindert dass sich zwei, drei Ys zusammenrotten um X am nächsten Baum aufzuhängen. Wie viel sich Z in die Angelegenheiten zwischen X und Y einmischt ist zwar Geschmackssache, die Festlegung eines Mindestlohns ist aber recht verbreitet.
PS: nicht alle die Ihre Meinung nicht teilen sind gleich Kommunisten.
PPS: Wieso gängel Sie eigentlich @Floeger mit Benimmregeln. Schließlich ist es ihm als freien Menschen ja auch freigestellt zu duzen wen und wann er will. Ich erkenne darin auf jeden Fall einen weniger gravierenden Missstand als in den Löhnen, die in manchen Brachen gezahlt werden.

Peter.1949 • vor 3 Jahre

Stimmt. Höflichkeit muss sein. Ich würde Sie auch nie duzen oder mich von Ihnen duzen lassen. Aber mache schreiben hier einfach unsensibel drauflos.

CS49 • vor 3 Jahre

Erstaunlich, wie schnell "Solidarität" von denen, die sie am meisten fordern, bei dieser Frage sich in kleinkarierten Neid verwandelt, selbst bei der SPD ist das -wie zu erwarten - nicht anders. Die meisten Flüchtlinge sind doch Anfangs auf dem Arbeitsmarkt gegenüber den hier lange ansässigen klar benachteiligt: Sprachprobleme und fehlendes know how sind eindeutige Nachteile. Es wäre doch nun vernünftig, wenn bei der Jobsuche diese Nachteile gegenüber den hier ansässigen für einen begrenzten Zeitraum etwas kompensiert werden könnten -und das geht doch am besten über ein geringeres Arbeitsentgelt. Quasi als kleiner Vorsprung, um so was wie Chancengleichheit zu erzeugen. Aber wie nicht anders zu erwarten: Die lauteste Rufer nach Solidarität mit den armen Flüchtlingen verweigern sofort jede noch so kleine Chance für diese Leute auf dem Arbeitsmarkt leichter Fuß zu fassen, weil die Rufer nach Solidarität nun selbst Bedenken haben, in einem Wettbewerb um die entsprechenden Jobs wegen so einer läppischen Ausnahme vom Mindestlohn ins Hintertreffen zu kommen. Es war schon immer so, wer am lautesten nach Solidarität für die Schwachen schreit, ist am wenigsten bereit, persönlich irgendwelche Nachteile dafür in Kauf zu nehmen.

NetFiddler • vor 3 Jahre

Ich schätze Ihre Beiträge sonst durchaus, aber das ist Blödsinn. Bei diesem ganzen Gerede über die 'Flüchtlinge' und ihre Schwierigkeiten wird völlig übersehen, dass wir auch Analphabeten und geringqualifizierte Bürger mit deutscher Staatsangehörigkeit haben, die auch gern Arbeit hätten. Mit diesen GLEICHBERECHTIGT sind arbeitssuchende Bürger der anderen EU Mitgliedsstaaten. Aus ganz Süd-, Südost- und Osteuropa kommen arbeitssuchende Menschen nach Deutschland, die genau die gleichen Probleme mitbringen. Keine, bzw. keine ausreichenden Sprachkenntnisse und fehlende bzw. unzureichende Qualifikation. Peter.1949 hat mit seinem Einwand völlig recht. Unter der Million Ankömmlinge ist vielleicht eine Handvoll Kandidaten, welche tatsächlich sofort gute Aussichten auf eine Anstellung haben. Der Rest füllt nur das Prekariat auf, bzw. landed auf viele Jahre in der sozialen Hängematte.
Das Konzept der offenen Grenzen innerhalb des Schengenraumes war dafür gedacht den freien Fluss auch von Arbeitskräften über Grenzen der Mitgliedsstaaten hinweg zu ermöglichen. Das wird jetzt quasi ausgehebelt.
Dazukommt, dass die Arbeitslosigkeit in fast allen anderen EU Mitgliedsstaaten deutlich höher ist als bei uns. Die brauchen definitiv keine zusätzlichen Arbeitskräfte.
Auch deshalb ist man in Polen und den anderen (ost-) europäischen Mitgliedsstaaten sauer auf unsere Bundesregierung.

Ossi • vor 3 Jahre

Es gibt Jobs bei denen die Sprache überhaupt keine Rolle spielt. Wenn man da eine Abweichung vom Mindestlohn zulässt, spielt man Geringverdiener nur gegeneinander aus.

holladws • vor 3 Jahre

Senkung des Mindestlohns heißt nur, dass der Staat zubuttern muss, weil sonst die Betroffenen von ihrem Einkommen nicht leben können; und dass nur damit der Frisör noch billiger wird, oder der Reinigungsfirmenchef sich noch einen dickeren Benz leisten kann.
Und dafür soll ICH Steuern zahlen? Äh, nö!

Merkwuerden911 • vor 3 Jahre

Was soll jetzt daran Neid sein?

Sie verteidigen doch gerade vehement, dass Arbeitgeber arme Menschen gegen noch ärmere ausspielen können!

Wenn unsere Richter bereits entschieden haben, dass Hartz4 für alle gilt, dann eben auch der Mindestlohn.

Altmannshofer1 • vor 3 Jahre

Für alle, ja.
Außer Praktikanten...
und Langzeitarbeitslose...
und demnächst evtl. auch Flüchtlinge...
Ich habe vermutlich noch eine ganze Reihe von Ausnahmen vergessen.

Zopora • vor 3 Jahre

Wenn es darum geht, die vielen (vor allem alleinstehende, jungen Flüchtlingen) so schnell wie möglich auf den Arbeitsmarkt zu bringen, dann muss alles angedacht werden.
Leider wird in BRD nach wie vor zwei Sachen betrieben: da ist auf der einen Seite die Neiddiskussion und auf der anderen Seite die unbeweglichen Dogmatiker.
Wir haben eine außergewöhnliche Situation (und sie wird, wenn ich das erbärmliche Theater von München sehe und bewerte noch lange anhalten). da sind auch außergewöhnliche Entscheidungen zumindest auf Zeit vorstellbar.
Es ist war, bestimmte Gruppen (es sind aber nicht nur die Unternehmer!?) nutzen solche Angebote rigeros aus.
Warum geht unsere Gesellschaft mit diesem außergewöhnlichen Problem nicht wirklich außergewöhnlich um? warum sehen bestimmte Gruppen und Menschen sofort den Untergang des Abendlandes? (Letzteres hat schon sehr viel früher statt gefunden; das aber soll hier nicht weitergeführt werden!).

freddy.w. • vor 3 Jahre

Sie können andenken was sie wollen aber beim Mindestlohn von EUR 8,50 pro Stunde kommt netto ca. 1.000,00 pro Monat heraus. Da würde ich jedenfalls nicht herangehen. Das hat weder mit Neid noch Dogma zu tun.

holyowly • vor 3 Jahre

Sie finden also das jemand der unsere Sprache nur rudimentär beherrscht, der keinerlei anerkannte Ausbildung hat, der von unseren geschäftlichen Abläufen keine Ahnung hat, den man in der ersten Zeit an die Hand nehmen muss und alles ausführlich und wie einem Kleinkind erklären muss und dann auch noch beten darf, dass er nach der Einarbeitungszeit bleibt, sollte das gleiche verdienen wie jemand, der all diese Mängel nicht hat? Haben sie die Leute die heute 8,50 verdienen schon mal gefragt, was die davon halten?

Und sie, laufen sie auch nach Syrien, bitten um Aufenthalt und wollen in der nächsten Seifensiederfirma (sorry - ist das einzige Produkt das mir zu Syrien einfällt - Luxusseife - das Geschäft geht noch) gleich einen Stundenlohn wie ein Alteingesessener, obwohl sie weder vom Fach sind und vermutlich eher Pampe als Seife erzeugen, noch die Sprache beherrschen. Ich vermute sie werden auch da an Grenzen stossen.

Irelandfriend • vor 3 Jahre

Seifensiederfirma bevinden Sie mit Syrien?????????? Oh Gott!
Englisch wird aber der 1. Klasse unterrichtet, Analphabetismusrate ist mit 5,5% relativ gering. Es gibt 6 öffentliche und 16 private Unis. Sechs Flughäfen, von denen Damaskus, Aleppo und Latakia internationale Flughäfen sind.

Und die werden alle von Seifensieder-Arbeiter bewirtschaftet??????

Öl, Bergbau und Textilindustrie sind wichtige Industriezweige (gewesen). Der Krieg hat natürlich die Infrastruktur ziemlich zerstört.
Vor dem Krieg lag die Arbeitslosenquote bei weniger als 10 Prozent. Vor dem Krieg - 2010 - exportierte Syrien Waren und Rohstoffe im Wert von 2 MILLIARDEN Euro. Grund dafür sind u. a. Sanktionen der EU und natürlich der Krieg.
Vor dem Krieg produzierte Syrien 40.000 Barrel Erdöl am Tag - heute weniger als die Hälfte?

Sie sollten sich langsam mit dem Gedanken anfreunden, daß auch aus Syrien gebildete Menschen kommen! Mit Studium, mit Abschluss!

holyowly • vor 3 Jahre

Wie ich sehe haben sie noch nie etwas von Aleppo Seife gehört. Ein Geschäftszweig der trotz Krieg und Wirrungen noch funktioniert.
Was irgendwann mal WAR ist heute doch egal. Bis Syrien so weit ist, wie vor dem Krieg wird es Jahrzehnte dauern.

Auf den Rest ihrers Posts gehe ich nicht ein, das ist mir zu dumm.

freddy.w. • vor 3 Jahre

".......in der ersten Zeit an die Hand nehmen muss und alles ausführlich und
wie einem Kleinkind erklären muss und dann auch noch beten darf, dass er
nach der Einarbeitungszeit bleibt, sollte das gleiche verdienen wie
jemand, der all diese Mängel nicht hat?"
Sind Sie eigentlich einigermaßen vorurteilsfrei? Menschen mit Mängeln? Ich bin Rentner, laufe also nicht nach Syrien wegen Arbeit. Aber wenn, würden die mich sicher gerne nehmen.

holyowly • vor 3 Jahre

Rentner, und vorher? Hatten sie schon mal ein Geschäft. Wissen wie worauf es da ankommt? Nein? Dann sollten sie nicht über mich urteilen. Und ja - es gibt in der Tat 'Mängel' was die Arbeitsleistung betrifft. Wenn man Arbeit nicht so macht, wie man sie machen muss, dann ist sie mangelhaft und nichts anderes. Schön reden hilft da auch nicht.

Merkwuerden911 • vor 3 Jahre

Und im Umkehrschluss wollen Sie, dass der Arbeitgeber einen Hungerlohn zahlt und damit höhere Gewinne einstreicht und die Steuerzahler, also auch Sie (?), den Rest für einen weiteren Hartz4-Aufstocker mitfinanzieren.

holyowly • vor 3 Jahre

Sie glauben doch nicht im Ernst das 'Betreutes Arbeiten' für den Arbeitgeber ein Gewinn ist? Er zahlt 2x Löhne und hat nur bestenfalls 50% der sonstigen Arbeitskraft. Das ist wirklich nicht durchdacht. Immer auf die bösen Arbeitgeber schimpfen ist natürlich einfach. Bieten sie doch mal ein paar Arbeitsplätze an und dann sehen wir mal, wie 'einfach' das ist.

Und zu Steuerzahler - ich versuche sie so weit wie möglich zu vermeiden oder mir wieder etwas zurückzuholen, wie die meisten Menschen in Deutschland, wobei Selbständigkeit da einen gewissen Vorteil bringt. Ich investiere eben wieder in meine Firma oder in Produktionsmittel oder Warenangebot, was ja eigentlich für den Wirtschaftskreislauf sinnvoller ist, als Steuern zu zahlen und einen Betrieb ausbluten zu lassen.

Zu Hartz4-Aufstocker:
Wenn die Flüchtlinge dann arbeitslos BLEIBEN finanzieren sie sie eben VOLL und nicht nur in Aufstockhöhe.

Sind sie mir also nicht böse, wenn ich sage das, wenn jemand nur einen Bruchteil der geforderten und erforderlichen Leistung erbringen kann, kann er auch nicht voll bezahlt werden. Und was wollen sie denn mit den vielen Menschen machen, die noch nicht einmal schreiben und lesen können? Das wird Jahre dauern bis sie es da zu einer qualitativ hochwertigen Leistung bringen können. Die meisten davon werden es ohnehin auch nach 10 oder 15 Jahren nicht schaffen.
Zumindest ein halbes Jahr kann man auf den Mindestlohn verzichten. Man sollte es wie eine Lehrzeit betrachten und zu Lernen haben die Flüchtlinge eine Menge.

Merkwuerden911 • vor 3 Jahre

Der Staat finanziert auf diese Weise eine billige Arbeitskraft für die Wirtschaft als Hartz4-Aufstocker und einen Arbeitslosen, der mit Mindestlohn bezahlt werden würde, aber den Job nicht bekommt, weil er zu teuer ist, die Differenz sind zusätzliche Kosten!

Desweiteren, warum fordert die Industrie ständig?

Der Staat soll ausbilden, soll Fachkräfte schaffen, warum hat die Wirtschaft denn über Jahrzehnte nicht, oder zumindest nicht ausreichend wenigstens Fachkräfte ausgebildet, auch deutsche Arbeitslose gab es schon vor der Flüchtlingskrise genug.

Waren unsere Manager zu faul oder zu unfähig?
Warum haben sie denn gut geschulte Uniabsolventen nicht fest angestellt, sondern sie in ewigen Praktikantenjobs quer durch die Republik geschickt?

Wer keine 8,50 für eine Arbeitskraft zahlen kann, aber sein Managergehalt in den letzten Jahren verdoppelt oder verdreifacht hat, ist fehl am Platz.

Eigentum verpflichtet und auch der Einsatz des Eigentums, so steht das im Grundgesetz, aber das ignorieren nicht nur unsere Manager sondern auch unsere Politiker in den letzten Jahrzehnten grundsätzlich. Genau diese "Elite" unseres Landes fordert zwar, ist aber nicht bereit Verantwortung zu übernehmen und Leistung zu erbringen!

Was wäre denn mit einem Vorschlag, dass tatsächlich ein reduzierter Mindestlohn für Flüchtlinge eingeführt werden soll und die Arbeitgeber die Differenz in einen Topf einzahlen müssen, aus dem die Schulung und die Integrationskurse bezahlt würden?
Schließlich fordern doch Grillo und Co. noch immer 500.000 Zuwanderer jährlich, die wir angeblich dringend für unseren Arbeitsmarkt brauchen.

Wann käme der Aufschrei der Arbeitgeberverbände, dass das eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, die die Wirtschaft finanziell total überlastet?
Kann es vielleicht sein, dass in dieser Gesellschaft zu viele Heuchler an maßgeblichen Stellen sitzen?

holyowly • vor 3 Jahre

Es steht wirklich jedem Meckerer frei selbst eine Firma zu gründen. Wenn das alles so einfach ist, dann tun sie es doch. Wenn das Geld wie Milch und Honig fliesst, dann sollten sie morgen damit anfangen. Gründen sie eine Firma und stellen sie NUR Flüchtlinge ein. Damit hab ich kein Problem. Womit ich ein Problem habe sind Leute die Firmenführung nur aus der Zeitung und/oder Facebook kennen, aber den großen Max markieren.

Irelandfriend • vor 3 Jahre

wenn's nur verdoppelt oder verdreifacht wäre! Ungefähr 53mal so viel wie ein Durchschnittsverdiener. Von Vorständen und den großen Topmanagern ganz zu schweigen.

Aber solange die Gehälter soooo weiter auseinanderklaffen, werden vermutlich immer noch die Gewerkschaften und Streikende als "Zerstörer der Wirtschaft" bezeichnet.

Gut geschulte Uniabsolventen - und quer durch die Republik schicken in Praktikantenjobs. Ja, das ist wohl seit einigen Jahren leider die traurige Praxis. Mit Hilfe der Wirtschaft wurden unsere Uni-Studiengänge kaputt gemacht. Deutschland hatte einen recht guten Ruf. Und jetzt will "die Wirtschaft" die massenhaften Bachelors und Masters nicht mehr haben.

CS49 • vor 3 Jahre

und Sie meinen, jemand der ansonsten nur die Alternative hat, irgendwo rumzuhängen anstelle mal am Anfang auf 400 Euro pro Monat zu verzichten -aber dann zumindest das Gefühl zu haben nicht nur anderen auf der Tasche zu liegen, sondern vielleicht sogar die Chance auf den Einstieg für "normales" Leben hier zu sehen, so eine Person würde nicht auch mal für 6,50 Euro pro Sunde für die ersten 6 Monate arbeiten , sondern nur gemäß der Losung "8,50 oder nichts" hier leben wollen ?

Irelandfriend • vor 3 Jahre

Haben auch Sie schonmal ausgerechnet, was 8,50 mal 160 Stunden für einen Bruttoverdient bedeutet? (160 werden durchschnittlich für einen Vollzeitjob angenommen).
Ich verrate es Ihnen: 1.360 Euro - BRUTTO!

holyowly • vor 3 Jahre

Wenn man nicht möchte, dass sich ein Großteil der Flüchtlinge als Schwarzarbeiter betätigen, wird einem wohl gar nichts anderes übrig bleiben, als vom Mindestlohn abzurücken.

Man sollte ja auch bedenken, was das primäre Interesse der hierher Geflüchten ist: Geld verdienen um sich und die Familie besser zu stellen. Wenn es nicht legal geht, dann geht es illegal.

Sieht man doch heute schon, wo Asylbewerber in sozialen Einrichtungen 'aushelfen'. Ab und zu fällt dann halt auch mal was ab. Sieht man in unserem Kleiderladen wo ein asylbewerbender gelernter Schneider regelmäßig 'hilft'. Eigentlich ist das schon Schwarzarbeit.

Wenn ich meine Tochter regelmäßig in meinem Betrieb beschäftige und sie dafür eine Gegenleistung erhält ist es auch Schwarzarbeit. Das muss noch nicht einmal Geld sein, was da fliesst.

Als Arbeitgeber kann ich bei solch niedrigen Tätigkeiten doch aus dem vollen schöpfen. Unqualifizierte Arbeiter gibt es doch heute schon genug.
Und wenn ein Arbeiter einfach nicht die Leistung bringen kann die ein anderer 8,50 Euro - Jobler bringt, warum sollte ich ihn dann grosszügig alimentieren?

Ich habs schon ganz am Anfang dieser ganzen Diskussion gesagt. Wir holen uns 'neue Sklaven' ins Land. Damals belächelt, heute geleugnet und morgen Realität.